Spitzkohlrösti

Spitzkohlrösti mit Kartoffeln und Kräuterquark

Wenn Spitzkohl in die Pfanne kommt, passiert eigentlich jedes Mal etwas ziemlich Schönes: Er wird weich, leicht süßlich und bekommt zusammen mit den Kartoffeln diese goldbraunen Röstaromen, die sofort nach „noch einen Bissen“ schmecken. Genau deshalb mögen wir diese Spitzkohlrösti so gern. Sie sind unkompliziert, sättigend, gemütlich und wirken trotzdem frisch und leicht. Vor allem mit einem kühlen Kräuterquark und ein bisschen Zitrone obendrauf.

Spitzkohl mal anders

Viele kennen Spitzkohl eher aus der Pfanne, als Salat oder klassisch geschmort. Dabei eignet er sich perfekt für Rösti. Er hat deutlich feinere Blätter als Weißkohl und wird beim Braten angenehm zart, ohne seine leichte Frische zu verlieren. Zusammen mit geraspelten Kartoffeln entsteht eine Mischung, die außen knusprig und innen weich wird.

Das Schöne daran: Der Spitzkohl bringt eine milde Süße mit, die beim Anbraten noch intensiver wird. Die Kartoffeln sorgen gleichzeitig für diese herzhaften, goldenen Röstaromen. Genau dieses Zusammenspiel macht die Rösti so besonders.

Warum die Rösti so knusprig werden

Der kleine Trick liegt tatsächlich nicht im Würzen, sondern im Ausdrücken. Kartoffeln und Spitzkohl enthalten viel Wasser. Wenn man die Mischung kurz salzt und danach gründlich ausdrückt, kann in der Pfanne viel besser Kruste entstehen. Und genau da passiert geschmacklich der beste Teil.

Beim Braten karamellisieren die feinen Gemüsefasern leicht. Die Oberfläche wird knusprig, fast ein bisschen nussig, während der Kern weich und saftig bleibt. Gerade Spitzkohl bekommt dabei einen richtig angenehmen Geschmack, der viel intensiver wirkt als roh.

Wichtig ist außerdem, die Rösti nicht zu früh zu wenden. Erst wenn die Unterseite wirklich goldbraun ist, lösen sie sich fast von allein aus der Pfanne.

Der Kräuterquark macht alles frischer

Zu den warmen Rösti passt ein kalter Kräuterquark einfach perfekt. Die frischen Kräuter bringen Leichtigkeit hinein und die leichte Säure von Zitrone oder Joghurt nimmt den Röstaromen ein bisschen die Schwere. Gerade im Frühling oder Sommer wirkt das Gericht dadurch nicht zu deftig.

Besonders gut passen Schnittlauch, Petersilie und Dill. Wer mag, kann zusätzlich noch etwas Zitronenzeste darüberreiben. Das hebt den Geschmack vom Spitzkohl nochmal richtig schön hervor.

Einfaches Feierabendgericht mit viel Gemüse

Wir mögen solche Gerichte besonders an Tagen, an denen es unkompliziert sein soll, aber trotzdem frisch gekocht. Die Zutaten hat man oft ohnehin zuhause und man braucht kein großes Drumherum. Ein kleiner Salat dazu und das Essen fühlt sich direkt komplett an.

Und ehrlich gesagt: Diese Rösti schmecken sogar kalt noch ziemlich gut. Also ruhig ein paar mehr machen.

Zutaten für 4 Personen

  • 600 g Kartoffeln
  • 400 g Spitzkohl
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Eier
  • 3 EL Mehl
  • Salz und Pfeffer
  • Muskat
  • 2 EL Öl zum Ausbacken
  • 250 g Quark
  • 150 g Joghurt
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 Handvoll frische Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Dill)
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

Die Kartoffeln grob reiben und den Spitzkohl fein hobeln. Beides leicht salzen und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Danach die Mischung gründlich ausdrücken, damit möglichst wenig Flüssigkeit übrig bleibt.

Die Zwiebel fein reiben und zusammen mit Eiern und Mehl unter die Gemüsemasse mischen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat würzen.

In einer großen Pfanne etwas Öl erhitzen und aus der Masse mehrere kleine Rösti formen. Bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun und knusprig braten.

Für den Kräuterquark Quark und Joghurt verrühren. Knoblauch fein reiben, Kräuter hacken und alles zusammen mit einem Spritzer Zitronensaft unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die warmen Spitzkohlrösti mit Kräuterquark servieren und nach Wunsch mit frischen Kräutern und etwas Zitronenzeste bestreuen.