Suppengrün liegt bei mir eigentlich immer für die Brühe bereit, mehr Gedanken mache ich mir selten drüber. Bis ich neulich vor dem Kühlschrank stand und keine Lust auf Suppe hatte, aber die Möhren, der Sellerie und der Lauch nicht ewig warten wollten. Also hab ich einfach mal alles durch die Reibe gejagt statt in den Topf.
Vom Suppentopf auf die Pfanne
Das Ergebnis waren Puffer, und zwar richtig gute. Suppengrün bringt von Haus aus schon Würze mit, weil da eben mehr als eine Gemüsesorte drinsteckt, und genau das macht die Puffer so aromatisch, ohne dass man groß nachwürzen muss. Ein bisschen Kartoffel dazu für den Halt, eine Zwiebel und Knoblauch für die Tiefe, fertig ist eine Beilage, die auch als kleines Hauptgericht funktioniert.
Der Trick mit dem Auspressen
Wichtig ist nur ein Schritt, den viele überspringen und dann wundern sie sich, warum die Puffer in der Pfanne auseinanderfallen. Das geraspelte Gemüse muss ordentlich ausgedrückt werden, am besten in einem sauberen Küchentuch. Erst dann bindet das Ei die Masse zusammen und man bekommt knusprige Ränder statt einer matschigen Pfanne.
Der Dip macht den Unterschied
Und weil Puffer allein schnell eintönig werden, gibt es einen schnellen Joghurt-Dip mit Zitrone und frischem Dill dazu. Der bringt die Frische rein, die das gebratene Gemüse braucht, und macht aus einer einfachen Resteverwertung ein Gericht, das ich mir auch extra einkaufen würde.
Zutaten
- 500 g Suppengrün
- 2 Kartoffeln
- 1 Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 2 Eier
- 3 EL Mehl
- Öl zum Braten
- 200 g Joghurt
- etwas Zitronensaft
- 1 Bund Dill oder Petersilie
- Salz, Pfeffer
Zubereitung
Das Suppengrün putzen und grob raspeln, die Kartoffeln und die Zwiebel gleich mit dazu. Am besten packt man alles zusammen in ein sauberes Küchentuch und drückt richtig kräftig aus, das ist wirklich der Schritt, an dem alles hängt. Wer hier spart, wundert sich später, warum die Puffer in der Pfanne einfach zerfallen statt schön zusammenzuhalten.
Danach den Knoblauch fein hacken und zusammen mit den Eiern und dem Mehl unter das ausgedrückte Gemüse rühren. Die Kartoffelraspel übernehmen dabei die Rolle des Bindemittels, mehr braucht es nicht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, wobei man hier ruhig sparsam sein darf, weil das Suppengrün von sich aus schon eine ganze Menge Würze mitbringt.
In einer Pfanne reichlich Öl erhitzen und aus der Masse kleine, flache Fladen formen. Die brauchen pro Seite ungefähr 3 Minuten, bis sie außen schön knusprig und golden sind und innen durchgegart, dabei nicht zu oft wenden, sonst fallen sie eher auseinander als dass sie zusammenhalten.
Für den Dip einfach Joghurt mit etwas Zitronensaft, fein gehacktem Dill oder Petersilie sowie Salz und Pfeffer glattrühren, das geht nebenbei, während die Puffer in der Pfanne sind.
Am Ende die Puffer warm servieren, der Dip kommt separat dazu, damit jeder sich so viel nehmen kann, wie er mag.