Romanesco mal anders: roh, knackig und ziemlich unterschätzt
Wer bei Romanesco automatisch an Kochtopf und Dampfgarer denkt, wird diese Woche überrascht. Denn dieses hübsche, spiralig gewachsene Gemüse muss gar nicht immer gegart werden. Roh und fein gerieben entfaltet Romanesco eine ganz andere Seite: nussig, leicht süßlich und mit einem angenehmen Biss, der an Couscous erinnert, aber viel frischer schmeckt. Genau das haben wir uns diese Woche zunutze gemacht und einen Salat daraus gebaut, mit dem wirklich niemand rechnet.
Warum roher Romanesco funktioniert
Romanesco gehört zur Kohlfamilie, das sieht man ihm aber kaum an, wenn er einmal fein zerkleinert ist. Statt ihn zu kochen, reiben wir ihn einfach mit der groben Reibe oder geben ihn kurz in den Blitzhacker. So entstehen feine Krümel, die eine tolle Basis für einen Sommersalat abgeben. Der Vorteil: Romanesco bleibt in dieser Form knackig, verliert seine Vitamine nicht durchs Kochen und lässt sich super mit anderem Sommergemüse kombinieren.
Frische trifft Würze
Damit der Salat nicht zu neutral schmeckt, kommt ordentlich Feta dazu, der bringt die nötige Würze und macht aus dem Ganzen ein richtiges Sommergericht. Gurke sorgt für zusätzliche Frische, Petersilie und ein paar Blätter Minze geben dem Salat eine leichte Kräuternote, ohne aufdringlich zu sein. Geröstete Pinienkerne obendrauf bringen einen schönen Röstgeschmack und etwas Biss. Wer mag, kann noch ein paar Granatapfelkerne darüberstreuen, das ist aber reine Geschmackssache und keine Pflicht.
Das Dressing macht den Unterschied
Ein einfaches Dressing aus Zitronensaft und gutem Olivenöl reicht hier völlig aus. Es unterstreicht die Frische des Salats, ohne die feinen Aromen von Romanesco und Kräutern zu überdecken. Salz und Pfeffer zum Abschmecken, fertig ist ein Salat, der auf jedem Sommertisch eine gute Figur macht und sich auch prima vorbereiten lässt.
Romanesco-Feta-Salat
Zutaten für 4 Personen
1 Romanesco
1 Salatgurke
1 Bund Petersilie
Ein paar Blätter Minze
200 g Feta
2 EL Pinienkerne
2 EL Olivenöl
1 Zitrone
Salz, Pfeffer
Optional: Granatapfelkerne
Zubereitung
Als Erstes kümmern wir uns um den Romanesco. Den waschen und dann entweder mit der groben Reibe bearbeiten oder kurz im Blitzhacker pulsen lassen, bis feine Krümel entstehen. Wichtig ist, ihn nicht zu fein zu mahlen, sonst wird er breiig statt körnig, und genau diese Körnigkeit macht später den Reiz des Salats aus.
Während der Romanesco vor sich hin krümelt, ist die Gurke dran. Die waschen und in kleine Würfel schneiden, nicht zu grob, damit sie sich gut unter den Romanesco mischt und nicht dominiert. Petersilie und Minze fein hacken, hier lohnt es sich, wirklich fein zu arbeiten, damit sich die Kräuter gleichmäßig im Salat verteilen und nicht in großen Stücken übrig bleiben.
Für den letzten Kick auf der Textur-Seite die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne ohne Fett rösten. Das dauert nur ein paar Minuten, aber der Unterschied ist enorm: geröstet entwickeln sie ein nussiges Aroma, das dem Salat eine zusätzliche Ebene gibt. Dabei aufpassen und ruhig öfter schwenken, Pinienkerne verbrennen schneller als man denkt.