Bolognese mit Seele

Unsere Liebhaber-Bolognese

Jede Woche landet frisches Kochgemüse in unseren Gemüsekisten – oft ganz klassisch, manchmal auch überraschend. Letzte Woche war es Stangensellerie und Möhre – und damit stand schnell fest: Daraus machen wir etwas Herzhaftes, etwas mit Seele. Wir kochen eine Bolognese!

Aber was ist eigentlich die originale Bolognese? Unsere Recherche hat uns tief in italienische Familienküchen geführt: Der eine schwört auf Rotwein, der andere auf Weißwein. Manche kochen mit Knoblauch und Kräutern, andere – wie eine waschechte Nonna aus Bologna – verzichten komplett darauf. Die einen verwenden stückiges Fleisch, die anderen Rinderhack. Kurz gesagt: La vera Bolognese gibt es in vielen Versionen. Und so haben auch wir unsere eigene Variante gezaubert – ganz nach unserem Geschmack, mit dem Gemüse aus der Kiste und viel Zeit und Liebe.

Unser Rezept: Bolognese mit Stangensellerie, Möhre und Salsiccia

Zutaten (für 4–6 Portionen):

• 100 g Bauchspeck (gerne Pancetta), in feine Streifen geschnitten

• 2 rohe Salsiccia-Würste (ohne Pelle)

• 300 g Rinderhack

• 2 Möhren

• 2 Stangen Staudensellerie

• 1 große Zwiebel

• 2 EL Tomatenmark

• 200 ml Rotwein

• 1 Dose stückige Tomaten (ca. 400 g)

• 300 ml Gemüse- oder Fleischbrühe

• 100 ml Milch

• Salz & Pfeffer nach Geschmack

• Etwas Olivenöl zum Anbraten

Zubereitung:

1. Zuerst den Speck in einem großen Topf bei mittlerer Hitze auslassen. Dann die Salsiccia (ohne Pelle) dazugeben und krümelig anbraten. Anschließend das Rinderhack hinzufügen und alles kräftig anrösten.

2. Parallel in einem zweiten Topf Zwiebel, Sellerie und Möhre sehr fein hacken (gerne mit der Küchenmaschine) und in etwas Olivenöl bei niedriger Hitze glasig dünsten – das Gemüse soll keine Farbe nehmen!

3. Nun das gebratene Fleisch zum Gemüse geben, die Hitze etwas erhöhen, mit Rotwein ablöschen und einkochen lassen. Dann Tomatenmark hinzufügen, gut unterrühren und ebenfalls kurz einkochen lassen.

4. Mit stückigen Tomaten und Brühe auffüllen. Bei niedriger Hitze mindestens 2–3 Stunden sanft köcheln lassen – je länger, desto besser!

5. Zum Schluss die Milch einrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken – fertig ist eure Bolognese.

Ganz ohne Kräuter, ganz ohne Knoblauch – aber mit viel Aroma, Tiefe und Liebe. Dazu passt klassische Pasta wie Tagliatelle oder Rigatoni.

Probiert es aus und lasst euch überraschen, wie wunderbar Gemüse, Fleisch und Zeit zusammenwirken können. Wer sagt, dass „nur“ Sellerie und Möhren langweilig sind, hat unsere Bolognese noch nicht probiert!